General News 23. August 2009

Vor sechs Wochen hatte Mulaudzi genug, jetzt ist er Weltmeister

Mbulaeni Mulaudzi of South Africa on his way to winning the men's 800m World Championship title in Berlin (Getty Images)Mbulaeni Mulaudzi of South Africa on his way to winning the men's 800m World Championship title in Berlin (Getty Images) © Copyright

23. August 2009BerlinEs ist erst sechs Wochen her, da hatte Mbulaeni Mulaudzi genug. Nach Verletzungen und einer Krankheit in der Vorbereitungsphase auf die WM-Saison kam er nicht in Form. Also packte er seine Sachen und verließ Europa, um in seine Heimat nach Südafrika zurückzukehren.

Was er damals nicht wusste, war, dass diese Entscheidung ihn auf den Weg brachte zum größten Triumph seiner Karriere. Denn bei der WM in Berlin gewann er Gold über 800 m, nachdem er zuvor einmal bei der Hallen-WM sowie bei den Commonwealth Games Platz ein belegt hatte.

Als Mulaudzi beim Golden League-Meeting in Rom am 10. Juli Vierter wurde, war das für ihn der Auslöser, zurück nach Johannesburg zu reisen. "Ich wurde gefragt, warum fährst du zurück? Und ich sagte: Ich habe genug, ich muss zurück nach Hause zu meiner Frau, meiner Familie und meinem Trainer. Vielleicht wird die Form besser, wenn ich jeden Tag mit meinem Trainer trainiere. Und es hat funktioniert." 

Indem Mulaudzi den kenianischen Titelverteidiger Alfred Kirwa Yego besiegte, sicherte er Südafrika einen Doppelsieg über 800 m bei der WM. Denn zuvor hatte seine Landsfrau Caster Semenya ebenfalls Gold gewonnen.

Als Mulaudzi nach Berlin gekommen war, war er zuletzt in Rom bei einem Rennen an den Start gegangen. Als er im Mai und Juni unter einer Grippe sowie Verletzungsproblemen litt, fürchtete er, dass die Saison für ihn eine katastrophale werden könnte. Doch es kam anders für den 28-Jährigen. "Ich bin jetzt so lange dabei und heute habe ich nach so vielen Versuchen endlich eine Goldmedaille gewonnen", sagte er.