10 JUL 2009 General News 10. Juli 2009

Gay meldet sich mit 9,77 Sekunden in Rom zurück – BERICHT - ÅF Golden League

Tyson Gay leads Asafa Powell and Daniel Bailey under 10 seconds in the 100m (Getty Images)Tyson Gay leads Asafa Powell and Daniel Bailey under 10 seconds in the 100m (Getty Images) © Copyright

10. Juli 2009RomTyson Gay ist zurück. Mit einer sensationellen 100-m-Siegzeit von 9,77 Sekunden zeigte der Doppel-Weltmeister von Osaka 2007, dass er bereit ist, Usain Bolt (Jamaika) herauszufordern bei der WM in Berlin.

Tyson Gay stellte bei der 29. Golden Gala, der dritten Station der ÅF Golden League-Serie, vor 35.000 Zuschauern im Olympiastadion von Rom eine von sechs Jahresweltbestzeiten auf.

Eindrucksvoll zof der US-Amerikaner in der zweiten Hälfte des 100-m-Rennens am früheren Weltrekordlerin Asafa Powell (Jamaika) vorbei zum Sieg in Rom. Der 26-Jährige stellte mit 9,77 Sekunden seinen eigenen US-Rekord aus dem vergangenen Jahr ein und bestätigte seine Position als drittschnellster 100-m-Läufer aller Zeiten.

“Ich merke, dass ich mich verbessere", sagte Tyson Gay. Während Asafa Powell ihn nicht gefährden konnte, verbesserte der Jamaikaner aber immerhin seine Saisonbestzeit auf 9,88 Sekunden.

Vier bleiben im Rennen um den Jackpot 

Noch vier Athleten sind nach der Golden Gala in Rom im Rennen um den mit einer Million US-Dollar dotierten ÅF Golden League Jackpot: Eine starke Vorstellung zeigte über 100 m der Frauen Kerron Stewart. Die Jamaikanerin siegte in der Jahresweltbestzeit von 10,75 Sekunden und bezwang dabei auch die Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser (Jamaika). "Ich habe alles gegeben, denn das war wahrscheinlich das stärkste Feld vor der WM", sagte Stewart.

Stabhochspringerin Yelena Isinbayeva (Russland) setzte ihre Golden League-Siegserie ebenso fort. In Rom hätte bereits ihr Sprung über ihre Anfangshöhe von 4,75 m gereicht, um zu gewinnen. Doch die Serienweltrekordlerin steigerte dann noch ihre Jahresweltbestmarke um zwei Zentimeter auf 4,85 m.

Souverän präsentierte sich im Jackpot-Rennen auch die US-Amerikanerin Sanya Richards. Die 400-m-Läuferin gewann das Rennen in 49,46 Sekunden. "Ich hatte gehofft, dass ich 49,2 rennen würde, aber 49,4 sind auch gut", sagte Richards, die nun ebenso wie die deutsche Weltrekordlerin Marita Koch 36 Mal unter 50 Sekunden gelaufen ist.

In Rom bewies Kenenisa Bekele, dass seine Formkurve weiter nach oben zeigt. Der 27-jährige Doppel-Olympiasieger von Peking (5.000 und 10.000 m) hatte sich im vergangenen Herbst einen Ermüdungsbruch im Fuß zugezogen und konnte erst Anfang Juni wieder an den Start gehen. In einem Rennen mit zunächst verhaltenem Tempo war Kenenisa Bekele stets in Kontrolle des Geschehens. In der zweiten Hälfte der 5.000 m beschleunigte der Kenianer Mark Kiptoo, doch der Äthiopier blieb ihm auf den Fersen. 600 Meter vor dem Ziel trat Kenenisa Bekele an und entschied das Rennen von der Spitze laufend mit einem langen Spurt souverän für sich. Dabei stellte der Weltrekordler in 12:56,23 Minuten eine Jahresweltbestzeit auf. Knapp verbesserte er die Marke des Kenianers Eliud Kipchoge, der im Juni in Mailand 12:56,46 gelaufen war.

Drei Kenianer belegten hinter Kenenisa Bekele in Rom die nächsten Plätze: Mark Kiptoo wurde Zweiter in 12:57,62 Minuten, gefolgt von Leonard Komon (12:58,24) und Lucas Rotich (12:58,70). Mit den beiden Äthiopiern Bekana Daba (12:59,22) und Imane Merga (12:59,75) blieben noch zwei weitere Läufer unter 13:00 Minuten in einem starken Rennen.

Für Speerwerfer Tero Pitkämäki (Finnland) endeten dagegen die Jackpot-Träume in Rom: Olympiasieger Andreas Thorkildsen (Norwegen) gewann den Wettbewerb mit 87,46 m im letzten Versuch. Pitkämöki kam nicht über 83,68 m hinaus. Dritter wurde der Deutsche Mark Frank mit 82,75 m.

Während Maryam Jamal (Bahrain) die 1.500 m in der Jahresweltbestzeit von 3:56,55 Minuten gewann, steigerte über 3.000 m Hindernis Olympiasiegerin Gulnara Galkina (Russland) ihre eigene Jahresweltbestzeit von 9:13,70 auf 9:11,58 Minuten. Das ist die elftbeste Zeit aller Zeiten und mit ihr gewann Galkina souverän vor ihrer Landsfrau Yekaterina Volkova (9:17,40) sowie der Kenianerin Ruth Bisibori (9:17,85).

Den Weitsprung entschied Dwight Phillips (USA) mit 8,61 m für sich.