14 JUL 2009 General News Paris

Frankreichs neuester Star startet im Stade de France - ÅF Golden League

Renaud Lavillenie after joining the 6m club with his 6.01m clearance in Leiria (Getty Images)Renaud Lavillenie after joining the 6m club with his 6.01m clearance in Leiria (Getty Images) © Copyright

Der französische Stabhochspringer Renaud Lavillenie hat sich in diesem Jahr in den Blickpunkt geschoben. So stark und überraschend war der Höhenflug des erst 22-Jährigen, dass die Veranstalter des Meeting AREVA, der vierten Station der ÅF Golden League 2009, ihren ursprünglichen Wettkampfplan verändert haben, um nun den französischen Fans auch den neuesten Star präsentieren zu können: Der Stabhochsprung der Männer rückte nachträglich in das Programm des Meetings, das am kommenden Freitag (17. Juli) im Stade de France stattfinden wird.

Als Lavillenie am 14. Juni in Aubière über 5,96 m flog, wurde er zu einer echten Medaillenhoffnung für die 12. IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin (15. – 23. August). Eine Woche später brach er mit seinem Sprung über 6,01 m den französischen Rekord im Rahmen der europäischen Team-Meisterschaften in Leiria (21. Juni).

Frankreich hat zu einem wichtigen Zeitpunkt eine neue Erfolgschance in der Leichtathletik. Traditionell eine starke Leichtathletik-Nation mussten die Franzosen jedoch mit nur einer Silbermedaille bei Olympia 2008 zufrieden sein. Diese gewannen die Franzosen überraschend im 3.000-m-Hindernislauf.

Lavillenie hatte im vergangenen Jahr noch die Olympia-Qualifikation verpasst, doch im vergangenen Winter wurde er dann bei seiner ersten großen internationalen Meisterschaft gleich Hallen-Europameister.

Frankreichs jüngster Erfolg im Stabhochsprung kam allerdings so überraschend nicht, denn das Land hat eine große Tradition in dieser Disziplin. Dreimal gab es olympisches Gold im Stabhochsprung für die Franzosen: Fernard Gonder siegte bei den Zwischenspielen 1906, Pierre Quinon gewann 1984 und Jean Galfione 1996. Mit einer Reihe von weiteren Medaillen und Top-Platzierungen unterstrichen Frankreichs Stabhochspringer immer wieder ihre Stärke.